Nicht wenige unserer Leser haben uns in der letzten Zeit Bemerkungen zum nahenden 300. Reisetag zukommen lassen. Ab Sonntag morgen, acht Uhr war er da und wir würdigten ihn, wie das für einen Reisetag angemessen ist: Mit der längsten Einzelfahrt des Gespanns. Der Wohnwagen wurde 530km von Split bis an die Küste Istriens weiter gezogen und da die Autobahn deutlich von der Luftlinie abweicht, wir aber auch nicht auf die Landstraßen wollten, ging es erst landeinwärts durch die Berge und dann wieder seewärts durch andere Berge.
Unterwegs wurden wir von einem auf der Hügelflanke neben der Straße stehenden Bären erschreckt – der sich aus der Nähe allerdings als metallene Silhouette entpuppte (Die fehlenden Haare waren uns gegen die Sonne nicht aufgefallen).
Dank an den örtlich zuständigen Landschaftsdekorateur für den kurzzeitig erhöhten Puls ;-)!
Der Stopp in Istrien diente uns als Zwischenhalt auf dem Weg nach Slovenien. Dabei traf es sich, dass wir ohnehin noch in Erfahrung bringen wollten, ob hier Familien-taugliche Sandstrände zu finden sind.
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Und um die Kultur nicht zu kurz kommen zu lassen, hatten wir auch noch einen Besuch in der zum Welterbe zählenden Euphrasius-Basilika in Porec eingeplant.
Das wichtigste zuerst: Der Strand war eher steinig, wie schon sehr oft am Mittelmeer (Teilweise haben die Campingplätze Sandstreifen “installiert”). Die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß und fanden viele Löcher, in denen das Wasser lustig platschte.
Nun zu Porec: Die vom Meer umgebene Altstadt ähnelt den anderen, von uns besichtigten kroatischen Küstenstädten sehr. Idyllische Gassen, alte Mauern, weißes Kopfsteinpflaster, gut belegter Hafen (Bei den vielen, schönen Küstenstädten lohnt sich ein Bootsurlaub hier bestimmt) und zahlreiche Kirchen.
Die Basilika ist natürlich die größte dieser Kirchen.
Sie wurde in ihrer heutigen Form im sechsten Jahrhundert von ihrem bischöflichen Namensgeber fertig gestellt und enthält zahlreiche Mosaike. Am besten erhalten sind diejenigen, welche den kompletten Altarraum schmücken.
Durch Öffnungen im heutigen Steinboden kann man an zwei Stellen Reste des darunter befindlichen, alten Mosaikbodens sehen und auch außerhalb des Kirchenraumes sind Mosaikböden von früheren Nebengebäuden freigelegt worden.
Nach diesen Eindrücken kehrten wir zu unserem Steinstrand zurück und ließen auf dessen Terrassen unsere Zeit an der kroatischen Adria bei einem Glas aus unseren verbliebenen Tokajer-Beständen ausklingen (Zum Abstellen von Weingläsern sind Steinstrände in der Tat besser geeignet ;-)).